Endoskopische Bandscheibenchirurgie
Endoskopische und minimalinvasive Schlüssellochverfahren individuell abwägen.

Wann kommt die Endoskopie infrage?
Die endoskopische Wirbelsäulenchirurgie kann bei Nervenschmerzen durch einen Bandscheibenvorfall oder bei ausgewählten knöchernen Einengungen des Spinalkanals infrage kommen. Ziel ist es, den betroffenen Nerv gezielt zu entlasten. Ob das Verfahren für Sie geeignet ist, beurteile ich anhand Ihrer Beschwerden, der Untersuchung und Ihrer Bildaufnahmen.
Wie läuft die Schlüsselloch-Operation ab?
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose über einen meist weniger als einen Zentimeter langen Hautschnitt. Durch eine etwa acht Millimeter schmale Arbeitshülse führe ich ein Endoskop mit hochauflösender Kamera und feine Instrumente zum betroffenen Bereich. Unter direkter Sicht am Monitor wird das auf den Nerv drückende Gewebe entfernt. Eine kontinuierliche Spülung hält das Sichtfeld frei.

Mögliche Vorteile und Erholung nach dem Eingriff
Der kleine Zugang kann Muskeln und umliegendes Gewebe schonen und eine rasche Erholung unterstützen. Auch die kleine Hautnarbe ist ein möglicher Vorteil. Bei unkomplizierten Bandscheibeneingriffen dauert die Operation häufig etwa 30–45 Minuten. Meist ist Aufstehen noch am Operationstag möglich; die Entlassung erfolgt häufig nach ein bis zwei Tagen. Diese Angaben sind Orientierungswerte und hängen vom Eingriff und Ihrem Verlauf ab. Auch bei endoskopischen Operationen sind Komplikationen wie Infektionen, Nervenverletzungen oder ein erneuter Bandscheibenvorfall möglich. Ablauf, Risiken und Nachbehandlung besprechen wir persönlich.
Gemeinsam besprechen wir Ihre Möglichkeiten
In der persönlichen Beratung klären wir, welche Behandlung zu Ihrem Befund und Ihren Zielen passt. Dabei besprechen wir den Ablauf, mögliche Risiken und Grenzen sowie die weiteren Schritte.